
Für Leser mit Vorkenntnissen gut geeignet! - Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen, denn es hat mich ziemlich gefesselt. Ich finde den Inhalt gut strukturiert und übersichtlich. Gute Abbildungen!Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich wahrscheinlich nicht so begeistert gewesen wäre,wenn ich nicht gerade in der Uni eine Vorlesung zum Thema Klimageographie besucht hätte. So waren mir die Fachbegriffe und die Probleme geläufig. Als absoluter Einstieg in das Thema, ohne Vorkenntnisse zu den Zusammenhängen in der Atmosphäre, dem allgemeinen Wettergeschehen und Kenntnisse über den Strahlungshaushalt der Erde, kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch nicht so gut geeignet ist.Ansonsten gut, leicht verständlich und vor allem fachlich kompetent geschrieben ohne dabei zu reißerisch zu wirken.
Gute und aktuelle Übersicht zum Thema - Inzwischen gibt es sehr viele Sachbücher zum Thema Klimawandel. Viele konzentrieren sich aber auf die politischen Konsequenzen und streifen nur die eigentlichen wissenschaftlichen Tatsachen, die zu diesen Entscheidungen führen. Die eher wissenschaftlich orientierten Bücher sind dagegen schon ein paar Jahre alt und spiegeln den enormen wissenschaftlichen Fortschritt in dieser Zeit nicht wider.Daher füllt dieses Buch eine Lücke. Denn Latif behandelt beides. Der Aufbau ist konsequent und logisch. Die Behandlung einiger Themen dürfte dem Experten aber manchmal zu oberflächlich erscheinen. Auch hätte er meiner Meinung nach viele Aussagen noch mehr durch die Zitate von Originalarbeiten belegen müssen. Dies gilt insbesondere für die aktuellen Forschungsthemen. Der Treibhauseffekt wird ausreichend knapp behandelt, denn dieser gehört seit Jahrzehnten ja zum Standardwissen der Geowissenschaften. Für den Laien wären aber ein paar zitierte Physik- oder Meteorologielehrbücher, die diese Grundlagen ausführlicher behandeln, hilfreich, denn gerade um den Treibhauseffekt ranken sich in der Öffentlichkeit immer noch Mythen.
Es gibt keinen Treibhauseffekt! - Der derzeitig zu beobachtende Aktionismus zur Volksaufklärung wie besonders durch Prof. Latif bzgl. CO2 ist völlig unbegründet. Wir wissen überhaupt nicht, ob menschliche Einflüsse Wetter und Klima global, aber auch in kleinerem Maßstab relevant beeinflussen können, auch wenn die Entscheidungs-bildenden Klimatologen ziemlich unreflektiert vom Gegenteil ausgehen. Alle verständlichen Versuche, Wetter zu machen, wie z.B. durch Iod-Bomben, sind bislang fehlgeschlagen. Die vermeintlichen Fachleute wie Prof. Latif können genau vorhersagen, wie das Klima, besonders die Temperaturen und Meeresstände, in 50 Jahren sein wird, doch das Wetter läßt sich bestenfalls um 5 Tage vorhersagen. Und daß CO2 der Klimakiller schlechthin ist, wird auch durch Prof. Latif als gesichert angesehen und überhaupt nicht mehr hinterfragt: Neue Geldquellen, eine ganze Klimaschutzindustrie bauen darauf auf (z.B. Klimaspende im Flugverkehr).Doch, die wesentliche drei Beweise für CO2 als Treibhausgas sind von der Wissenschaft als nichtig erkannt: (1) Das älteste Argument von Arrhenius (immer noch zitiert) zum Strahlungsgleichgewicht beruht auf einem längst erkannten Rechenfehler, (2) die Vostok-Eisbohrdaten aus der Antarktis zeigen bei genauer Analyse, daß erst die Temperatur steigt bzw. sinkt, dann CO2: ein wesentliches Arguments ist damit ad absurdum geführt, und (3) die gängige volkstümliche Erklärung des Treibhauseffekts (eingestrahltes Sonnenlicht kann nicht mehr nach Umwandlung als Wärmestrahlung entweichen) ist spektroskopisch schlicht falsch (aber Herr Latif ist schließlich kein Spektroskopist). Wenn überhaupt, wären Wasserdampf und Methan spektral die wirksameren Treibhausgase. Aber wer wird Wasserdampf verbieten wollen? Ein Mensch verdunstet allein ca. 1 Tonne im Jahr und atmet dabei 250 Kg CO2 aus! Vor diesem Hintergrund sind CO2 - Rechnungen sinnlos: Die Atmosphäre hat etwa 0,036% CO2. Und nur wenige Prozente davon sind menschlichen Ursprungs. Da ist die echte oder vermeintliche Erhöhung von 280 auf 380 ppm seit Beginn der Industrialisierung nur Zahlenspielerei und ein völlig irrelevanter Popanz!Prof. Dr. Werner Schmidt (Biophysiker)
zu komplex für jedermanns Geschmack - Ein sehr informatives Buch ist da unserem Chefklimatologen in Deutschland gelungen. Das Niveau ist durchgehend sehr hoch und unter Umständen für manchen auch zu hoch. Das soll niemanden abwerten, aber die Meteorologie und die Klimatologie sind halt einfach keine trivialen Gebiete. Das könnte man ihm entsprechend auch vorwerfen, dass er solch komplexe Themen wie El Nino zu erklären versucht. Auf der anderen Seite aber ist es genau das, was ich an diesem Buch sehr gut fand, endlich mal eine vernünftige Erklärung für Klimaphänomene zu bekommen, ohne erst in Physikwälzern blättern zu müssen. Auf unsere heutige Klimaveränderung geht er in allen Kapiteln ein und erklärt eindrucksvoll, wieso der Weg so gefährlich ist, auf dem wir uns bewegen. Es ist aber vor allen Dingen auch ein interessantes Buch für alle, die mehr über das Thema Klima an sich lesen und lernen wollen, was es mit Milankovitch-Zyklen auf sich hat, was die NAO ist etc. Und, hey, wer sich aufregt, NOCH ein Buch über Klimatologie zu sehen und oh, wieder dieses Thema, mein Gott, dann lasst das Buch doch einfach im Regal stehen! Es ist doch niemand gezwungen, es zu lesen.
Tolles Buch - Ich hab das Buch in wenigen Tagen ausgelesen.Es ist ausführlich geschreiben und geht wirklich gut auf die versch. Wechselwirkungen zw. Hyrosphöre, Atmosphäre und Biosphäre ein.Ohne Vorkenntnissse In Naturwissenschaften ist es sicherlich schwere Lektüre für den Laien da viele Fachbegriffe vorkommen die nur zum Teil erklärt werden.Ich gebe dem Buch 5 Sterne weil sehr detailiert ist und einen tollen Einblick in die Problematik des Klimas mit all seinen komplexen Zusammenhängen und Rückkoppelungen gibt.