
Durchweg gelungen - Ich als Student der Zellbiologie bin mit dem Buch komplett zufrieden. Klare Texte, gute Abbildungen, einfach super. Noch dazu ist das Buch eng am damaligen Forschungsstand geschrieben, welcher bei vielen Themen noch nicht viel weiter vorangeschritten ist seit 2005. Im Gegensatz zum Eckert, welcher vollkommen veraltet ist.Der Preis ist leider etwas hoch.
Im Vergleich das lesbarste Werk. - Vielleicht ist der Pape Silbernagel nicht perfekt, aber er ist eben Aufgrund der sehr anschaulichen Texte die über das reine Auswendiglernen und runterbeten von Fakten hinaus gehen das beste unter den großen Physiologiebüchern. Man kann wirklich ohne Probleme einen Themenkomplex so weg lesen und hat den Zusammenhang begriffen, anders als im Thews welches wirklich, obwohl oft gerühmt, eine unvergleichliches chaos und durcheinander von wissenschaftlichen fakten ist. Lieber silbernagel wenn überhaupt.
So darf kein Lehrbuch aussehen! - Der Silbernagl ist vermutlich das am schlechtesten konzipierte Lehrbuch für die vorklinische Medizin.Unübersichtliche Textblöcke, keine Zusammenfassungen, abschweifende Texte machen das Lernen mit diesem Buch zu einem Alptraum eines jeden Medizinstudenten.Es ist keine Einheitliche Gliederung erkennbar, die Abbildungen sind vielleicht vor 20 Jahren ganz gebrächlich gewesen, doch in Zeiten der Computertechnologie sind sie vollkommen veraltet.Allen vorklinischen Studenten empfehle ich einen großen Bogen um dieses Werk zu machen, und alternativ zum (inzwischen von Grund auf) überarbeiteten Schmidt/Lang des Springer-Verlags zu greifen, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, und ein wesentlich besseres Lehrbuch herausgebracht hat, indem er es zeitgemäß aufbereitet hat.
klinkepapesilbernagl - Der Silbernagl ist schon ein Moloch, aber letztlich einfach der Shit. Er fordert seine Opfer, manchmal ist es besonders in den früheren Semestern kein leichtes, Struktur in die Texte zu bringen und das Wesentliche herauszufiltern. Aber letztlich ist die Anschaulichkeit (auch durch die konkurrenzlosen Bilder) einfach ungeschlagen. Eigentlich vergeht kein Kapitel, in dem man nicht zumindest eine Stelle findet, an der man voller Erstaunen und Begeisterung für die Physiologie innehält (erst vor kurzem: TRPV1-/Capsaicin-Rezeptor ist für brennende Empfindung bei Desinfektion von Wunden mit kurzkettigen Alkoholen verantwortlich). Das Atemkapitel bleibt ausnehmend schwach, das kann aber genau so am sehr drögen Thema liegen.Die Physiologie ist einfach riesig, komplex und nie abschließend darzustellen oder gar zu erfassen. Wer diesen Kompromiss in Gedanken hält, versteht, warum der Silbernagl letztlich das beste Physiologie-Buch ist.
ansprechend, aber kompliziert - Eigentlich ein gut strukturiertes und ansprechendes Lehrbuch, wären da nicht die oft vielzu umständlichen Satzkonstruktionen und die Tatsache, dass man sich beiweilen als ehemaliger Deutsch-Grundkurs-Besucher ein Fremdwörterlexikon zur Verständnis wünscht (und damit sei nicht die Fachsprache gemeint!). Obwohl schon eine deutliche Verbesserung im vergleich zu älteren Auflagen zu erkennen ist, bei deinen man teilweise ganze Absätze trotz illustration mehrfach lesen musste um überhaupt einen Grundgedanken des Autors zu verstehen, ist die verwendete Sprache meines erachtens oft immernoch viel zu kompliziert. Man möchte als Student auch komplizierte Sachverhalte möglichst einfach und konkret nachlesen können. Das ist hier oft leider (noch) nicht gegeben. Daher nur 3 Sterne.